1. Die Wettkampfbahn
Um die Leistungen aller berittenen Bogenschützen vergleichbar zu machen, war
die Einführung einer genormten Wettkampfbahn der erste Schritt. Sowohl die Bahn
selbst als auch das Arrangement der Zielscheiben haben in den vergangenen Jahren
eine Entwicklung durchlaufen, deren vorläufiger Höhepunkt nun die neue
drehbare Scheibe ist.
Die Bahn ist exakt ebenerdig und 99m lang. Anfang und Ende der Bahn werden durch
beidseitige Pfosten markiert, welche eine elektronische Zeitmeßanlage
enthalten. Die seitliche Bahnbegrenzung bilden niedrige (ca. 45cm) Erdwälle,
die lediglich als optische Hilfsmittel dienen. Eine Abtrassierung durch Band,
Litze o.ä. ist unzulässig, denn der Reiter soll das Pferd ja über die Bahn
reiten, anstatt auf einem durchgehenden Pferd Passagier zu spielen.
Mittig, in einem Abstand von 9m links der Bahn, befindet sich der Scheibenturm,
der in einer Höhe von 2m über dem Niveau der Bahn die Zielscheibe
trägt. Dieser Scheibenturm ist drehbar und wird mittels eines
Seilzugmechanismus von einem Helfer immer genau in Richtung des Schützen
ausgerichtet, sodaß dieser von allen Schußpositionen aus (Vorwärtsschuß,
Seitwärtsschuß und Rückwärtsschuß "Partherschuß) immer
gleichmäßig die volle Größe der Zielscheibe im Visier hat.

2. Die Wertung
Nach drei Vorbereitungsläufen, deren Gestaltung (Gangart, Schießen oder nicht etc.) ganz im Ermessen des Reiters liegt, beginnen die Wertungsritte. In insgesamt 9 Durchgängen reitet der Wettkämpfer über die Bahn und versucht, die Zielscheiben so oft und genau wie möglich zu treffen. Hat er schließlich die Zeitbegrenzung von
20 Sekunden eingehalten und mindestens einen Treffer auf der Scheibe erzielt, ist der Ritt gültig, ansonsten gibt es keinen Punkt.
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