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Wettkämpfe - Die Wettkampfregeln

Um einen seriösen Leistungsvergleich zwischen berittenen Bogenschützen in aller Welt zu gewährleisten, finden alle Wettkämpfe der Kassai-Schulen weltweit nach den gleichen Regeln und auf absolut baugleichen Wettkampfbahnen statt. Das Erscheinungsbild der Wettkämpfe soll dabei ruhig und konzentriert bleiben, Volksfestcharakter und Karnevalsambiente halten wir für unangebracht. Höchstmögliche Sicherheit für Teilnehmer, Pferde und Publikum ist das zentrale Anliegen in einem noch jungen Sport, der nicht völlig ungefährlich ist.

Mit Ausnahme einiger weniger Regeln über die Ausrüstung (nur Reiterbögen / Blankbögen ohne Hilfsmittel) und einiger sicherheits- und tierschutzrelevanter Bestimmungen gibt es keinerlei Vorschriften. Alleiniger Maßstab ist es, die für ein gutes Ergebnis unabdingbare Harmonie zwischen Reiter und Pferd sichtbar zu machen und Sicherheit für Pferd, Reiter und Zuschauer zu gewährleisten.

 


1. Die Wettkampfbahn


Um die Leistungen aller berittenen Bogenschützen vergleichbar zu machen, war die Einführung einer genormten Wettkampfbahn der erste Schritt. Sowohl die Bahn selbst als auch das Arrangement der Zielscheiben haben in den vergangenen Jahren eine Entwicklung durchlaufen, deren vorläufiger Höhepunkt nun die neue drehbare Scheibe ist.

Die Bahn ist exakt ebenerdig und 99m lang. Anfang und Ende der Bahn werden durch beidseitige Pfosten markiert, welche eine elektronische Zeitmeßanlage enthalten. Die seitliche Bahnbegrenzung bilden niedrige (ca. 45cm) Erdwälle, die lediglich als optische Hilfsmittel dienen. Eine Abtrassierung durch Band, Litze o.ä. ist unzulässig, denn der Reiter soll das Pferd ja über die Bahn reiten, anstatt auf einem durchgehenden Pferd Passagier zu spielen.

Mittig, in einem Abstand von 9m links der Bahn, befindet sich der Scheibenturm, der in einer Höhe von 2m über dem Niveau der  Bahn die Zielscheibe trägt. Dieser Scheibenturm ist drehbar und wird mittels eines Seilzugmechanismus von einem Helfer immer genau in Richtung des Schützen ausgerichtet, sodaß dieser von allen Schußpositionen aus (Vorwärtsschuß, Seitwärtsschuß und Rückwärtsschuß "Partherschuß) immer gleichmäßig die volle Größe der Zielscheibe im Visier hat.

2. Die Wertung

Nach drei Vorbereitungsläufen, deren Gestaltung (Gangart, Schießen oder nicht etc.) ganz im Ermessen des Reiters liegt, beginnen die Wertungsritte. In insgesamt 9 Durchgängen reitet der Wettkämpfer über die Bahn und versucht, die Zielscheiben so oft und genau wie möglich zu treffen. Hat er schließlich die Zeitbegrenzung von 20 Sekunden eingehalten und mindestens einen Treffer auf der Scheibe erzielt, ist der Ritt gültig, ansonsten gibt es keinen Punkt.

Die Treffer werden wie folgt bewertet: Die Ringe der Scheibe zählen (von außen nach innnen) 2, 3 und 4 Punkte. Alle Trefferpunkte werden addiert.

Die Geschwindigkeit des Pferdes fließt ebenfalls in die Wertung mit ein. Jede Sekunde, die das Pferd unter der Zeitbegrenzung von 20 Sekunden geblieben ist, wird (einschließlich zwei Stellen hinter dem Komma) als "Pferdebonus" dem vom Schützen geschossenen Ergebnis hinzugezählt.

3. Die Weltrangliste

Alle von den Teilnehmern an den von den internationalen Kassai-Reiterbogenschulen ausgerichteten Wettkämpfen erzielten Ergebnisse werden unverzüglich an den Sitz der HAWA in Ungarn gemeldet und in Form der Weltrangliste auf der Internetpräsenz von Lajos Kassai www.horsebackarchery.com veröffentlicht. Die Liste wird jährlich veröffentlicht. Nimmt ein Wettkämpfer an mehreren Wettkämpfen pro Jahr teil, bestimmt das höchste Ergebnis eines Jahres den Rangplatz, nicht mehr - wie früher - der Durchschnitt.